Mercedes-Benz F 700 Research Car

„Mit dem F 700 zeigt Mercedes-Benz, wie die große Reiselimousine der Zukunft aussieht. Sie bietet umweltgerechte Mobilität mit höchstem Komfort und einem souveränen Antrieb“, sagt Professor Dr. Herbert Kohler, verantwortlich in der Konzernforschung und Vorentwicklung für den Bereich Fahrzeugaufbau und Antrieb.

Damit erfüllt der F 700 die wachsenden Anforderungen an ein Automobil der Oberklasse. Die Schonung von Ressourcen und Umwelt steht im Mittelpunkt – d.h. niedriger Verbrauch, geringer CO2-Ausstoß und niedrige Schadstoffbelastung. Denn auch in Zukunft wird es einen erheblichen Bedarf an komfortabler Mobilität in großen Limousinen geben.

Diese Mobilität nachhaltig zu gestalten, ist eine wesentliche Verantwortung, der sich Mercedes-Benz mit großem Einsatz stellt. Der F 700 ist ein Zeichen dafür: Als Forschungsfahrzeug zeigt er innovative Wege und Technologien, wie sich nicht nur die Ressourcen der Umwelt deutlich schonen lassen, sondern auch Fahrer und Passagiere entlastet werden und entspannt reisen können.
„Nachhaltige Mobilität ist nur durch intensive Forschung und Entwicklung realisierbar. Der technologische Fortschritt ist maßgebend, um für eine Welt, in der sich die Anforderungen immer weiter verschärfen, die passenden Produkte zu schaffen“, sagt Professor Dr. Herbert Kohler.

Das Forschungsfahrzeug F 700 zeigt neue Wege zu einer Ressourcen schonenden Mobilität. Kernstück ist das neuartige Antriebssystem, das die Vorteile des emissionsarmen Ottomotors mit den Verbrauchsvorteilen des Dieselantriebs verbindet.
Die entscheidenden Entwicklungssprünge des Dieselmotors hin zu seiner heutigen Kombination aus dynamischen Fahrleistungen und niedrigem Kraftstoffverbrauch wurden möglich durch die Turboaufladung und die Common-Rail-Direkteinspritzung – beides Pionierleistungen von Mercedes-Benz. Der DIESOTTO-Antrieb geht noch entscheidende Schritte weiter: Konsequentes Downsizing durch Reduzierung von Hubraum und Zylinderzahl sorgt für einen verbesserten Wirkungsgrad. Zusätzlich unterstützt ein Hybridmodul den Verbrennungsmotor vor allem im Stop-and-Go-Betrieb. Mit der kontrollierten Raumzündverbrennung hält zudem erstmals das Diesel-Prinzip der kontrollierten Selbstzündung Einzug beim Ottomotor.

Beim Start und bei Volllast wird das Benzin-Luft-Gemisch wie bei einem konventionellen Ottomotor per Zündkerze zur Explosion gebracht. Die kontrollierte Selbstzündung (homogene Verbrennung), auf die der DIESOTTO innerhalb eines Arbeitstaktes automatisch umschaltet, erfolgt im Teillastbereich, also bei niedrigen und mittleren Drehzahlen.
Dadurch entsteht ein sehr geringer Ausstoß an Stickoxiden aufgrund der homogenen Verbrennung bei reduzierten Reaktionstemperaturen. Die weitere Abgasreinigung übernimmt beim DIESOTTO Antrieb ein serienüblicher Dreiwege-Katalysator. Um die einzelnen Teilsysteme zu einem Antriebskonzept zu vereinen, ist außerdem eine hocheffiziente Motorsteuerung und –regelung umgesetzt worden.

Der Antrieb im F 700 ist ein kompakter Vierzylinder mit 1,8 Liter Hubraum, der aber dennoch das souveräne Leistungsgefühl einer Oberklasselimousine gewährleistet: Ein zweistufiges Turbolader-System sorgt für gutes Ansprechen und drehmomentstarken Durchzug. Zusätzlich wird der Verbrennungsmotor beim Anfahren vom Elektromotor des Hybridmoduls unterstützt. Die maximale Leistung beträgt 175 kW (238 PS), der E-Motor leistet weitere 15 kW (20 PS) und das maximale Drehmoment des Systems liegt bei 400 Newtonmeter. Die Beschleunigungszeit für den Spurt auf 100 km/h von 7,5 Sekunden belegt die Dynamik des F 700, seine Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h begrenzt. Trotz dieser hervorragenden Leistungsdaten liegt der Verbrauch des F 700 im Normzyklus nur bei 5,3 Liter, was einem CO2-Ausstoß von 127 Gramm entspricht – extrem niedrig für ein Automobil dieser Klasse.

Ähnliche Fortschritte erreicht der F 700 beim Fahrkomfort. Seit jeher hat Mercedes-Benz eine führende Rolle hinsichtlich Abroll- und Federungskomfort: Das aktive Fahrwerk Active Body Control der CL-Klasse, S- und SL-Klasse setzt in seiner unerreichten Verbindung aus Komfort, Fahrsicherheit und Dynamik weltweit den Maßstab. Übertroffen wird es nun von der neuen Technologie im F 700.

Denn das neue Forschungsauto zeigt auch hier einen wichtigen Schritt in die Zukunft: Dank seines aktiven PRE-SCAN-Fahrwerks reagiert das Fahrzeug nicht nur höchst sensibel auf Unebenheiten in der Fahrbahn, es agiert vielmehr schon vorausschauend.
Als „Augen“ nutzt PRE-SCAN zwei Laser-Sensoren in den Frontscheinwerfereinheiten. Sie liefern ein präzises Bild von der Beschaffenheit der Fahrbahn. Aus dem Bild der Laser-Sensoren und aus den Informationen über den Fahrzustand errechnet das Steuergerät jeweils die Strategie, die von der Hochdruckhydraulik in präzise berechnete Ölströme und Drücke für jedes einzelne Rad umgesetzt wird.

Die besondere Effizienz des Gesamtkonzepts zeigt der F 700 schon auf den ersten Blick: Das Design ist geprägt von weichen, fließenden Formen. „Aqua Dynamic“ nennen die Designer diese Formensprache, mit der sie die Strömungsdynamik bei Fischen in das Design eines besonderen Automobils übersetzten. Zudem zeigt das Design sofort, dass hier den Passagieren besonders viel Raum gegeben wird. Mit seiner Außenlänge von 5,18 Meter ist der F 700 etwas kürzer als die aktuelle S-Klasse in ihrer langen Version, mit seinem üppigen Radstand von 3,45 Meter übertrifft das Forschungsfahrzeug das Serienmodell allerdings um stolze 28,5 Zentimeter.

Die Seitenansicht des F 700 ist geprägt von den stark gespannten Bögen der Dachkontur und der Schulterlinie. Damit interpretiert diese Limousine ein Designthema von Mercedes-Benz neu, denn auch der aktuelle CLS zeigt solche gespannten Seitenlinien. Die markant ausgeformten vorderen Radhäuser sind ebenfalls von einem aktuellen Modell inspiriert – der S-Klasse. Denn selbstverständlich ist auch ein Forschungsfahrzeug stets ein Mercedes-Benz und steht damit auf dem Fundament der traditionsreichsten Automobilmarke der Welt.

Eine futuristische Umsetzung des markentypischen Vier-Augen-Gesichts sind die Scheinwerfer des F 700. Die Fahrlichtfunktionen übernehmen zwei senkrechte Reihen von LED Linienarrays mit vorgeschalteter Optik. Eine dritte senkrechte Reihe aus einzelnen Hochleistungs-LEDs stellt das Tagfahrlicht dar. Zusammen mit der umlaufenden Konturbeleuchtung gibt es dem F 700 auch bei Nacht ein unverwechselbares Erscheinungsbild. In die Scheinwerfer integriert sind die „Augen“ des F 700: Diese Laser-Scanner sammeln die Fahrbahninformationen für das aktive PRE-SCAN-Fahrwerk. Anders als jedes konventionelle Automobil „sieht“ diese Limousine das Oberflächenprofil der Straße vor sich.

Auch die Fahrertür „beobachtet“ ihre Umgebung aufmerksam. Im Spiegelfuß dieser PRE-SCAN-Tür sitzt ein sehr kompakter Laser-Scanner, der den Schwenkbereich der Tür auf Hindernisse überprüft. Die Tür wird bei drohenden Kollisionen mit einem steuerbaren Hydraulikzylinder arretiert.

Das extrem großzügige und flexible Innenraumkonzept wird nicht nur durch den langen Radstand nach außen sichtbar. Optisch unterstützt wird die großzügige Gestaltung durch zwei große Glasflächen im Dach. Dank der Verwendung von natürlichen Materialien wie Leder und Kork und einer Farbharmonie von Braun- und Beigetönen wirkt das Interieur elegant-leicht und sehr hochwertig.

Die rechte Fondtür des F 700 ist hinten angeschlagen. Diese „umgedrehte“ Öffnungsrichtung erleichtert den Einstieg in den REVERSE-Sitz – eine weitere Innovation im neuen Forschungsfahrzeug von Mercedes-Benz. Der REVERSE-Sitz ist das Herzstück des neuartigen Sitzkonzepts und eine komplett neu erdachte Konstruktion für den rechten Fondsitz. Er löst die fest gefügte Platzordnung in einer Limousine auf und erlaubt stattdessen individuelle Sitz- und Ruhepositionen, sowohl in Fahrt- wie auch in Gegenrichtung.

Damit stehen ganz unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten offen – je nach Zweck und Dauer der Reise. Vier Personen sitzen klassisch in Fahrtrichtung. Ist der Beifahrersitz nicht belegt, lässt sich auf Knopfdruck der rechte Fondsitz in eine Relax-Position fahren. Dazu wird der Beifahrersitz nach vorne gefahren und die Lehne in Richtung Instrumenten-Tafel geklappt. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit ergibt sich durch die besondere Funktionalität des REVERSE-Sitzes (rechter Fondsitz). Mittels einer neuartigen Kinematik kann der Passagier in Gegenrichtung sitzen und nach hinten blicken. Er kann sich vis-à-vis mit seinem Nachbarn unterhalten, arbeiten, ruhen oder auch das audio-visuelle Entertainment genießen. Ein Monitor mit 51 Zentimeter Bildschirmdiagonale und ein Surround-Soundsystem schaffen Kino-Atmosphäre. Vor allem aber liefert der Monitor dank seiner 3D-Technologie faszinierend räumliche Bilder.

Zum klaren und großzügigen Raumeindruck leistet das innovative Bedienkonzept einen erheblichen Beitrag: Die Anzeigen des Informations- und Bediensystems werden an der vordersten Stelle des Innenraums sichtbar, sind optisch aber noch ein Stück weiter entfernt. Denn am unteren Rand der Frontscheibe sitzt ein Spiegel, das Display selbst ist waagrecht ins Cockpit versenkt. Diese Technologie sorgt nicht nur für eine sehr klare und aufgeräumte Instrumententafel. Durch die gegenüber einem konventionellen Cockpit größere Entfernung zwischen Fahrerauge und Display ist die notwendige Akkommodation der Augen zwischen Nah- und Fernsicht deutlich geringer. Das reduziert deutlich die Ermüdung und liefert damit einen wissenschaftlich bestätigten Beitrag zu höherer Konditionssicherheit.

Deutlich weiterentwickelt und um einen besonderen Assistenten ergänzt präsentiert sich das SERVO-HMI des F 700. Die Bedienung von Navigation, Kommunikation und Telefon sowie Audio und Entertainment erfolgt mit dem bewährten COMAND Dreh-/Drücksteller, der um eine Schiebefunktion erweitert wurde. In 3 Stellungen erfolgt die Vorauswahl im Bedienmenü. Die Klimaanlage wird mit einem zusätzlichen berührungssensitiven Bedienelement gesteuert.

Für komplexere Eingabevorgänge gibt es als innovative Unterstützung den individuellen Eingabeassistenten, in der Computersprache Avatar genannt. Solche Avatare sind als grafische Stellvertreter realer Personen aus der Welt des Internets oder von Computerspielen bekannt.

Im F 700 hat der Avatar die Gestalt einer jungen Frau. Sie tritt durch gesprochenen Dialog in Kontakt mit dem Fahrer, fragt beispielsweise im Navigationsmenü nach dem gewünschten Ziel und bestätigt die Spracheingabe. Ähnlich funktioniert die Auswahl eines Gesprächspartners aus dem Telefonbuch oder des gewünschten Radiosenders.

Diese Form des Dialogs vereinfacht die Sprachbedienung für den Fahrer und verbessert die Spracherkennung durch das System. Zudem ist der Umfang an Dialog-Assistenzfunktionen nahezu unbegrenzt erweiterbar. So könnte der Avatar als virtueller Assistent über eine Internet-Verbindung aus dem Fahrzeug auf Online-Datenbanken zugreifen, den Terminkalender des Fahrers ergänzen oder wichtige E-Mails vorlesen. Die Ablenkung bleibt durch die Bedienung über den gesprochenen Dialog auf ein Minimum reduziert, schließlich steht bei Mercedes-Benz die Fahrsicherheit immer im Vordergrund.

Seit Anfang der Achtzigerjahre hat Mercedes-Benz zwölf Forschungsfahrzeuge vorgestellt. Die Serie dieser faszinierenden und wegweisenden Automobile – vom Auto 2000 des Jahres 1981 bis zum aktuellen F 700 – dokumentiert, wie konsequent und vorausschauend die Stuttgarter Ingenieure Kernthemen von Forschung und Technologie untersuchen und innovative Lösungen für die Zukunft entwickeln.

Viele Systeme der Forschungsfahrzeuge, die vor Jahren als revolutionär galten, sind heute bei Mercedes-Benz im Serieneinsatz. Dazu gehört beispielsweise der Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC. Er wurde 1991 erstmals im F 100 realisiert und feierte 1998 in der S-Klasse Serienpremiere. Das aktive Fahrwerk Active Body Control, das heute in der CL-, S- und SL-Klasse eingesetzt wird, ist ebenso wie Windowbag oder Kurvenlicht ein Beispiel für erfolgreichen Technologie-Transfer vom Forschungs- in das Serienfahrzeug. Der F 500 Mind war „Pate“ für die weitere Hybridentwicklung. Er kombinierte den V8-Dieselmotor einer S‑Klasse mit einer Elektromaschine. Dieses Doppel bildete den damals leistungs- und drehmomentstärksten Hybridantrieb für heckangetriebene Personenwagen. Der F 700 wird diesen Weg fortsetzen und bedeutenden Innovationen der Antriebs- und Komforttechnik den Weg in die Serienproduktion weisen.

Advanced Design heißt bei Mercedes-Benz, der Zukunft eine Form zu geben. Technisch ist jedes Forschungsfahrzeug ein rollendes Labor, das mit einem neuen Konzept erste Antworten auf die Frage nach der Weiterentwicklung der Mobilität gibt. Parallel dazu betreibt das Advanced Design als Teil des Design-Bereichs der Mercedes Car Group die stilistische Zukunftsforschung: Welche Trends in Technik und Gesellschaft werden unsere Wahrnehmung des Automobils in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verändern? Welche Botschaften sollen die Fahrzeuge künftig über ihr Design an die Umwelt senden? Und mit welchen Stilmitteln kann die Formensprache bei Mercedes-Benz weiterentwickelt und ergänzt werden? „Die Forschungsfahrzeuge zählen zur Kür des Designbereichs. Hier können formale Elemente in ihrer Wirkung erprobt werden, ohne dass sie eine direkte Verbindung zu einem kommenden Serienfahrzeug haben“, sagt Professor Peter Pfeiffer, Designchef der Mercedes Car Group.
Dabei steht ein Anspruch stets im Mittelpunkt: Auch ein Forschungsfahrzeug soll alle Markenwerte eines Mercedes-Benz verkörpern. Die Vorschau auf die Zukunft muss immer vor dem Hintergrund und im Bewusstsein der traditionsreichsten Automobilmarke der Welt entworfen werden. Für den F 700 gilt das noch mehr als für seine Vorgänger in der Reihe der Forschungsfahrzeuge: Schließlich besetzt der F 700 als souveräne Reiselimousine klassische Kernkompetenzen der Marke Mercedes-Benz – die gelassene und komfortable Fortbewegung, insbesondere über große Distanzen hinweg, und zugleich den passenden und durchaus statusbewussten Auftritt.

Der F 700 zeigt das Thema der klassischen Limousine in einer futuristischen Interpretation. Dabei verbindet er ein großzügiges Raumangebot und überragenden Komfort mit dem Anspruch besonderer Umweltfreundlichkeit und intelligenter Kommunikation durch das innovative Anzeige- und Bedienkonzept. In seinem Design fügen sich formale Inspirationen aus der Natur zusammen mit bewusst gezeigter technischer Innovation. Fließende, weiche Oberflächen und präzise, spannungsvolle Linien verschmelzen zu einer harmonischen Gesamtform – zur Gestalt eines ebenso luxuriösen wie effizienten Automobils.
Entstanden ist die Form des F 700 im Mercedes-Benz Advanced Design Studio in Irvine, Kalifornien .Unverkennbar ist die Grundform des F 700 aus der Natur inspiriert. Wie auch schon für das Mercedes-Benz bionic car, ein Konzeptfahrzeug aus dem Jahr 2005, wurden Ideen und Konstruktionsprinzipien aus der Natur übernommen.
„Aqua Dynamic“ nennen die Designer diese Formensprache. Als direktes Zitat ziert eine „Rückenfinne“ das Dach, genutzt für Antennen, die Rückfahrkamera und das dritte Bremslicht.

Schon der erste Blick auf den F 700 zeigt, dass hier den Passagieren außerordentlich viel Raum gegeben wird und sich die Technik gewissermaßen klein macht. So ist die Silhouette geprägt vom ungewöhnlich langen Radstand: Bei einer Außenlänge von 5,18 Meter erreicht der Achsabstand das Gardemaß von 3,45 Meter. Zum Vergleich: Mit seiner Gesamtlänge bleibt der F 700 kürzer als die aktuelle S‑Klasse in ihrer langen Version, im Radstand übertrifft er das aktuelle Modell aber um stolze 28,5 Zentimeter. Entsprechend kurz ist gerade die Frontpartie – der besonders kompakte DIESOTTO-Antrieb macht es möglich.

Die Seitenansicht ist geprägt von Bögen mit großer Spannung. Das gilt für die Dachkontur, besonders aber für die prägnante Schulterlinie: Sie formt zunächst ein Stück weit das vordere Radhaus nach und zieht sich dann in einem starken Schwung bis ins Heck. Diese gespannte Linie gibt dem in ALU-BEAM-Technik im Farbton gold lackierten F 700 seine Dynamik und Eleganz.
Ebenfalls von einem aktuellen Serienmodell – der S-Klasse – sind die markanten vorderen Kotflügel inspiriert. Doch auch hier wurde das Thema weiterentwickelt und sehr prägnant ausmodelliert. Sanft in die fließenden Formen integriert sind die Seitenschweller. Die Türgriffe wurden versenkt angebracht und die Außenspiegel als kleine formale Kunstwerke gestaltet – nichts soll der Luftströmung unnötigen Widerstand leisten. Die 21 Zoll großen Räder sind im Design von Turbinenschaufeln gestaltet, Leuchtstreifen an den Radhäusern betonen Kontur und Format der Bereifung. Die transparente Abdeckung der hinteren Räder unterstützt die aerodynamische Effizienz.

Nicht nur der lange Radstand lässt das ungewöhnliche, extrem großzügige und flexible Innenraumkonzept schon von außen erkennen. Die beiden großen Glasflächen im Dach stehen als transparente Verbindung zwischen Innen und Außen für die lichte Weite, die das Interieur vermittelt. Eine Besonderheit ist zudem die rechte hintere Tür: Während sich die drei anderen Türen konventionell öffnen, mit dem Scharnier vorne und dem Türgriff hinten, ist die vierte Tür hinten angeschlagen. Das erleichtert Ein- und Ausstieg für den Passagier, wenn der REVERSE-Sitz entgegen der Fahrtrichtung positioniert ist.
Trotz der futuristischen Formensprache – der F 700 ist eindeutig ein Mercedes-Benz. Ein wesentliches Element der Markenidentität ist der markante Kühlergrill, der Eleganz und Status betont. Kein anderer Automobilhersteller hat den Kühlergrill über die Jahrzehnte so konsequent weiterentwickelt wie Mercedes-Benz.

Auch die Scheinwerfer-Einheiten stehen eindeutig in der Stiltradition von Mercedes-Benz. Trotz ihrer höchst innovativen Elemente wie Laser-Scanner oder Leuchtdioden-Fahrlicht nehmen sie das Motiv des Vier-Augen-Gesichts auf und interpretieren es mit modernsten Stilmitteln in einer senkrechten Form. An der Außenseite platziert sind die Laser-Scanner, die Fahrbahninformationen für das aktive PRE-SCAN-Fahrwerk sammeln. Sie machen die Leuchteinheiten zu wahren Augen des Fahrzeugs: Anders als jedes konventionelle Automobil „sieht“ und erkennt der F 700 den Zustand der Straße vor sich.

Durch einen lackierten Steg optisch vom Laser-Scanner getrennt sind die vollständig in LED-Technologie ausgeführten Fahrlichtfunktionen. Die Leuchteinheiten aus LED-Linienarrays sind in zwei senkrechte Reihen angeordnet. Jedem LED-Linienarray ist eine Optik vorgeschaltet. Eine dritte senkrechte Reihe aus einzelnen Hochleistungs-LEDs stellt das Tagfahrlicht dar. Zusammen mit der umlaufenden Konturbeleuchtung gibt es dem F 700 auch bei Nacht ein unverwechselbares Erscheinungsbild.
Die Heckansicht komplettiert die fließende Silhouette des F 700. Die C-Säulen sind weit nach hinten gezogen, die Heckscheibe ist flach eingesetzt. Die leicht ausgeformten Radhäuser und die sanft modellierte Kofferraumklappe schlagen wiederum den Bogen von der reichen Historie der Marke Mercedes-Benz in ihre Zukunft. So ist das Heck inspiriert von den Fahrzeugen der 40er und 50er Jahre, wird aber neu interpretiert mit den Stilmitteln der Moderne und der Zukunft: Die Heckleuchten nehmen von den Frontleuchten das Thema vertikaler Lichtstreifen in LED-Technologie auf, die eingeformte Spoilerkante ist aerodynamisch optimiert, der Diffusor in der Heckschürze schließlich optimiert den effizienten Umgang mit der Luftströmung.
Das Interieur-Design: Der harmonische Ausgleich zwischen Technik und Natur

Schon der erste Blick in den Innenraum des F 700 zeigt eine klare Botschaft: komfortables Reisen und Wohlbefinden werden an Bord in einer völlig neuen Form interpretiert. Das großzügige Interieur, die innovative, multifunktionale Konfiguration der Sitzplätze oder der Einsatz ebenso eleganter wie natürlicher Materialien ermöglichen eine höchst entspannte Form der Fortbewegung.
Ressourcenschonende Mobilität wird nach Untersuchung der DaimlerChrysler Zukunftsforscher in Zukunft immer bedeutender. Die Schonung der Energiereserven bezieht sich dabei nicht allein auf Kraftstoff und Umwelt, sondern ebenso auf das Wohlbefinden der Passagiere: Für viele Menschen werden in Zukunft zwar nicht die Fahrstrecken, sehr wohl aber die Fahrzeiten ansteigen. Gerade der Verkehr in den rasant wachsenden Mega-Cities rund um die Erde verlangt nach mobilen Lebensräumen, die höchsten Komfort auf Rädern bieten.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Wohlbefindens entsteht aus dem Bewegungsraum im Fahrzeug und den möglichen Sitzalternativen. Dazu löst der F 700 die klassische, fest gefügte Sitzordnung einer Reiselimousine auf, mit ihren zwei Plätzen in der ersten Reihe und weiteren zwei Sitzen im Fond. Herzstück des neuartigen Sitzkonzepts im Forschungsauto von Mercedes-Benz ist der REVERSE-Sitz – eine völlig neu erdachte Konstruktion für den rechten Rücksitz, die individuelle Sitzpositionen sowohl in Fahrt- wie auch in Gegenrichtung erlaubt.

Damit bietet das Interieur ganz unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten: Vier Personen sitzen ganz klassisch in Fahrtrichtung. Wenn der Beifahrersitz nicht besetzt ist, kann er nach ganz vorne in eine Parkposition gefahren werden, wodurch Platz für den Relax-Modus geschaffen wird: Extrem viel Beinfreiheit, eine große Fußstütze und der REVERSE-Sitz in gekippter Position sorgt für entspanntes Fahren auch auf langen Strecken.

Auf Knopfdruck schwenkt der innovative Sitz in Gegenrichtung: Der Fondpassagier blickt nicht mehr nach vorne, er wendet sich viel mehr von der Straße ab. Er zieht sich zurück, kann vis-à-vis das vertraute Gespräch mit dem Begleiter auf dem linken Rücksitz führen. Er kann arbeiten, das Entertainment-Programm genießen oder auch sich einfach ausruhen. Durch die Variabilität des REVERSE-Sitzes offeriert diese Limousine völlig neue Freiräume zum entspannten Fahren.

Dazu trägt natürlich das ebenso hochwertige wie auch elegant-leichte Interieur-Design des F 700 bei. Es lebt von der Spannung zwischen klaren, geradlinigen Formen und organisch-lebendigen Oberflächen, es zeigt Harmonie in den Farben und Variation in den Materialien. Der Entwurf aus dem Advanced Design Studio in Como/Italien interpretiert die Zukunft der luxuriösen Limousine in warmen Tönen, stimmigen Stufen von Braun und Beige, mit technischen Oberflächen sowie mit natürlichen Materialien wie Kork und Leder.

Die innovative Technologie im F 700 liefert die Basis für den großzügigen und klaren Raumeindruck: Durch das innovative SERVO-Display an der Scheibenwurzel in Spiegel-Umlenktechnik entfällt die mächtige Hutze einer konventionellen Instrumententafel. Das Cockpit ist flach, zurückgenommen und unaufdringlich. Dank des radikal vereinfachten Bedien- und Anzeigekonzepts reduziert sich die Zahl der Schalter zudem auf ein Minimum. Die schmale Hutze vorne an der Scheibe wird komplett als Ausströmfläche der zugfrei arbeitenden Klimaautomatik genutzt.

Die ausgeglichene Farbharmonie entsteht durch die Kombination von braunem Leder, farblich abgestimmtem Alcantara und offenporigem Kork für Türverkleidungen, Dachhimmel oder die durchgezogene Mittelkonsole. Die Sitze sind in beiges Leder gefasst, mit Mittelbahnen in passendem Alcantara. Lackiertes Aluminium findet sich an allen Bedienflächen und am SERVO-HMI.

Das kleine Kunststück der Interieur-Verwandlung durch den REVERSE-Sitz vollzieht sich auf Knopfdruck: Der Beifahrersitz fährt ganz nach vorne in seine Parkposition, die Lehne versenkt sich dabei teilweise ins Cockpit. Bereits jetzt ist große Beinfreiheit für den Passagier hinten rechts geschaffen. Eine Fußstütze lässt sich ausfahren und der ganze Sitz in eine flache Entspannungsposition bringen.

Doch der REVERSE-Sitz kann noch viel mehr. Gleichzeitig mit dem Beifahrersitz verfährt er um rund 60 Zentimeter nach vorne und vollzieht dabei eine elegante Rolle rückwärts. Die vorherige Sitzlehne wird so zum Kissen, und das Sitzkissen richtet sich auf und wird inklusive Kopfstütze zur Lehne.

Konstruktiv ist der REVERSE-Sitz ebenfalls ein Kunststück. Denn bei einem Sitz ist die Lehne stets deutlich länger als das Sitzkissen. Die beiden Sitzhälften des REVERSE-Sitzes sind identisch und bestehen jeweils aus fünf Elementen mit flexiblen Verbindungen dazwischen. Eine ausgeklügelte Mechanik schiebt diese Segmente auseinander, sobald sie als Lehne genutzt werden, das äußere Segment dient dann als Kopfstütze. Umgekehrt zieht ein Elektromotor die Segmente wieder zu einer geschlossenen Fläche zusammen, sobald sie als Sitzkissen genutzt werden.

Auf Wunsch wird der Fond zum Kinosaal. Ein Monitor mit 51 Zentimeter Bildschirmdiagonale gleitet aus der Trennwand zum Gepäckraum hervor und überrascht die Passagiere mit faszinierenden Bildern: Die 3D-Darstellung holt den Betrachter mitten ins Geschehen, die räumlichen Bilder lassen die Szenerie zum Greifen nah erscheinen. Den räumlichen Ton dazu liefert eine hochwertige Surround-Soundanlage. Der durch den gesamten Innenraum geführte Mittel- tunnel im Fondbereich bietet ein heiz- und kühlbares Behältnis für Getränke und Kleinigkeit zum Essen.

Der Bedarf an individueller Mobilität wird in den kommenden Jahren weltweit weiter steigen – gerade in den Ländern mit aufstrebenden Volkswirtschaften. Dabei bleibt Mobilität auch künftig die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Mobilität wird sich in ihrem Charakter verändern. Immer mehr Menschen leben in riesigen Städten, die täglichen Fahrzeiten werden länger. Damit wächst der Anspruch an nicht nur sparsame, sondern ebenso komfortable und den Fahrer entlastende sowie selbstverständlich auch sichere Automobile. Zudem wird Mobilität immer stärker geprägt von begrenzten Ressourcen und der Pflicht zum schonenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen. Vor allem Verbrauch und Emissionen müssen weiter sinken.
Die Mobilität nachhaltig und verträglich für Mensch und Umwelt zu gestalten, ist eine Verantwortung, der sich Mercedes-Benz als Erfinder des Automobils mit hohem Einsatz stellt. Entscheidend dabei sind Ingenieursgeist und Innovationskraft. Denn allein durch intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit entstehen neue Technologien und öffnen sich neue Lösungswege.
Die Tradition der Forschungsfahrzeuge von Mercedes-Benz dokumentiert, wie konsequent und vorausschauend die Stuttgarter Ingenieure seit langem die Kernthemen der Automobiltechnik bearbeitet und innovative Lösungen für die Zukunft entwickelt haben.
So zeigt der F 700 neue Wege zu einer hoch komfortablen und zugleich Ressourcen schonenden Mobilität:
Der wegweisende DIESOTTO-Antrieb senkt den Verbrauch der Oberklasse- Limousine auf das Niveau eines Kompaktklasse-Fahrzeugs.

Das Interieur- und Bedienkonzept mit dem SERVO-HMI garantiert eine entspannte Fortbewegung auch über längste Distanzen.
Damit definiert der Mercedes-Benz F 700 die automobile Fahrkultur neu.
Der DIESOTTO-Antrieb: Ein Ottomotor so sparsam wie ein Diesel
Der Verbrauch eines Automobils wird durch eine Vielzahl an Faktoren bestimmt. Dazu zählen das Gewicht, die Fahrwiderstände durch Luftströmung und Reifen oder auch das Management der zahlreichen Energieverbraucher im Fahrzeug. Zentraler und wichtigster Punkt aber ist der Antrieb. Die Erhöhung des Wirkungsgrads im Motor bleibt der erste und entscheidende Punkt zur Senkung des Verbrauchs.

Mercedes-Benz ist überzeugt, dass Verbrennungsmotoren auch in den kommenden Jahren die vorherrschende Antriebsart für Automobile bleiben werden – allerdings in allen Dimensionen deutlich fortgeschritten in der Entwicklung. Je nach Einsatzbedingung und Fahrprofil kann zudem die Ergänzung durch ein Hybridmodul sinnvoll sein. Mercedes-Benz bietet ein breit gefächertes Angebot an Otto- und Dieselmotoren, in naher Zukunft ergänzbar durch unterschiedliche Hybridmodule. Jeder Kunde kann somit je nach Einsatzgebiet und persönlichen Präferenzen den für seine Zwecke optimalen Antrieb auswählen.
Bislang waren die Rollen zwischen Otto- und Dieselmotor klar verteilt: Der Diesel war sparsamer, der Benziner dafür in der Abgasreinigung leichter zu handhaben. „Unser strategisches Ziel ist, den Benziner so verbrauchsgünstig zu machen wie den Diesel und den Diesel so sauber wie den Benziner“, sagt Dr. Thomas Weber, im Vorstand der DaimlerChrysler AG verantwortlich für die Konzernforschung sowie die Entwicklung Mercedes Car Group. Ein Teil dieser Strategie ist bereits erfüllt: Die Abgasreinigungs-Technologie BLUETEC gibt dem Dieselmotor das Potenzial, selbst die strengsten Emissionsbestimmungen der Welt zu erfüllen – auch in Zukunft. BLUETEC ist in den USA bereits auf dem Markt und wird ab Ende 2007 auch in Europa verfügbar sein.
„Forscher und Entwickler brauchen Herausforderungen und große Ziele“, sagt Dr. Thomas Weber. „Deshalb denken wir bei Mercedes-Benz noch viel weiter: Wir werden die Stärken und Vorzüge beider Verbrennungsprinzipien in einem innovativen Motorenkonzept kombinieren: Der DIESOTTO-Antrieb ist ein wegweisender Schritt nach vorne.“

Der DIESOTTO-Antrieb im neuen Forschungsfahrzeug ist ein einzigartiges, integriertes System zur Verbrauchssenkung.
Dazu gehören Downsizing durch Zylinder- und Hubraumreduzierung, Turboaufladung, Benzindirekteinspritzung, Variables Verdichtungsverhältnis Raumzündverbrennung, Hybridmodul mit integriertem Starter-Generator.

DIESOTTO bringt die Vorzüge der Dieseltechnologie in den Benziner: Im Bereich der Raumzündung entzündet sich hier das Gemisch aus Kraftstoff und Luft wie beim Diesel von selbst. Dabei stellt DIESOTTO keine besonderen Ansprüche an die Kraftstoffqualität: Der Motor läuft mit normalem Otto-Kraftstoff.

Die kontrollierte Selbstzündung ist zudem nicht nur sparsamer als die konventionelle, von der Zündkerze ausgelöste Verbrennung, sie ist auch sauberer in Punkto Abgase. So entstehen bei der Raumzündverbrennung, wie die Ingenieure bei Mercedes-Benz ihr neues Verfahren in der Fachsprache nennen, kaum noch Stickoxide (NOx). Damit markiert DIESOTTO die Zukunft des Benzinmotors – erdacht, erforscht und entwickelt von Mercedes-Benz.

Der erste Schritt zu weniger Verbrauch ist die Verkleinerung des Motors – Downsizing genannt. Statt eines großvolumigen Saugmotors wird ein kompaktes, aufgeladenes Triebwerk verwendet. Dieser Zylinder- und Hubraumsprung nach unten reduziert die innere Reibung im Motor, zudem läuft das kleinere Aggregat vermehrt in einem Bereich effizienterer Verbrennung. Der Antrieb im Forschungsfahrzeug ist ein Vierzylinder mit nur 1,8 Liter Hubraum. Das klingt zunächst überraschend für ein Fahrzeug der Oberklasse, wo bislang mindestens sechs Zylinder und drei Liter Hubraum den Standard setzen.
Das souveräne Fahrgefühl der Oberklasse bleibt dennoch erhalten, schließlich holt das DIESOTTO-Aggregat zusätzliche Leistung über ein zweistufiges Turbolader-System. Ein größerer Niederdrucklader und ein Hochdrucklader mit kleinerem Durchmesser sind hier hintereinander geschaltet und decken zusammen den gesamten Drehzahlbereich optimal ab. Das aufwändige System sorgt für ein gutes Ansprechen aus niederen Drehzahlen, schafft einen drehmomentstarken Durchzug und ermöglicht eine hohe Spitzenleistung. Zudem wird der Verbrennungsmotor beim Anfahren zusätzlich vom Elektromotor des Hybridmoduls unterstützt.
Die maximale Leistung des Verbrennungsmotors beträgt 175 kW (238 PS), der E‑Motor leistet weitere 15 kW (20 PS), und das maximale Drehmoment des Systems liegt bei stolzen 400 Newtonmeter. Damit sind der Oberklasse gemäße Fahrleistungen garantiert, was die Beschleunigungszeit von 7,5 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h auch belegt.
Das Hybridmodul mit seinem integrierten Starter-Generator hilft, den ohnehin exzellenten Kraftstoffverbrauch vor allem im innerstädtischen Stop-and-Go-Betrieb noch einmal deutlich zu senken. Der Verbrennungsmotor schaltet immer dann ab, wenn er nicht gebraucht wird. Beim Anfahren wird die Kombination von Verbrennungs- und drehmomentstarkem Elektromotor zu einem Gespann mit kraftvollem und seidenweichem Start. Zudem gewinnt der Elektromotor beim
Rollen und Bremsen Energie zurück, die in einer speziellen Hochvoltbatterie gespeichert und für den nächsten Anfahrvorgang genutzt wird. Integriert ist dieser Starter-Generator in das Gehäuse des 7-G-TRONIC-Automatikgetriebes.

Der nächste, entscheidende Baustein im DIESOTTO-System ist die Direkteinspritzung. Mercedes-Benz ist mit dem CLS 350 CGI Pionier der strahlgeführten Benzin-Direkteinspritzung der zweiten Generation. Im Vergleich zum konventionellen Saugrohr-Einspritzer bringt diese Technologie, unter anderem durch den Magerbetrieb bei Teillast, bereits einen Verbrauchsvorteil von rund zehn Prozent.

Im DIESOTTO-Motor wird die Direkteinspritzung anders eingesetzt als im CGI-Motor, der im Magerbetrieb eine zündfähige Gemischwolke rund um die Zündkerze braucht. DIESOTTO arbeitet mit einem mageren Gemisch, braucht die Direkteinspritzung aber für eine homogene Mischung im Zylinder und für die freie Steuerung der Einspritzvorgänge.
Ein weiterer Baustein ist die variable Ventilsteuerung. Hier können sowohl die Öffnungszeiten über einen weiten Bereich wie auch der Ventilhub verstellt werden. Dazu haben die Nockenwellen für jedes Ventil zwei Nocken, einen kleineren und einen größeren. Der große Ventilhub wird für den Volllastbetrieb und hohe Drehzahlen gebraucht, der kleine Ventilhub vor allem für die Raumzündverbrennung bei Teillast.

Um die unterschiedlichen Teillast- und Vollast-Anforderungen umsetzen zu können, besitzt der DIESOTTO-Motor einen variablen Kurbeltrieb, über den sich die geometrische Verdichtung stufenlos einstellen lässt. Somit kann trotz hoher spezifischer Leistung ein sparsamer Antrieb verwirklicht werden.

Der Verbrauchsvorteil ergibt sich im Wesentlichen aus dem vergleichsweise mageren Gemisch mit hohem Abgasanteil und einem je nach Betriebspunkt angepassten Verdichtungsverhältnis. Der geringe Ausstoß an Stickoxiden resultiert aus der homogenen Verbrennung mit gleichmäßiger, relativ niedriger Temperatur. Stickoxide entstehen durch Temperaturspitzen, die bei der konventionellen, durch die Zündkerze initiierten Verbrennung kaum zu vermeiden sind. Zur weiteren Abgasreinigung reicht beim DIESOTTO-Antrieb ein üblicher Dreiwege-Katalysator völlig aus. Damit können auch künftige verschärfte Abgasnormen erfüllt werden.

Die hohe Ingenieurskunst bei der DIESOTTO-Entwicklung liegt in der Kombination der Einzeltechnologien, deren Steuerung und Regelung. Diese zu verbinden ist die Voraussetzung für eine praxistaugliche Anwendung.

Die Raumzündverbrennung eignet sich für die am häufigsten genutzten Fahrbereiche, bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten sowie bei mittlerer Lastanforderung. Bei höheren Lasten schaltet der DIESOTTO binnen eines Arbeitstaktes auf konventionelle Verbrennung um: Dann atmet er über den großen Ventilhub, zündet wieder über die Zündkerzen und läuft als Direkteinspritzer im Lambda1-Betrieb.

Der heutige Ausblick in die Zukunft des Verbrennungsmotors macht das große Potenzial deutlich und zeigt, dass das neue Antriebskonzept mittelfristig realisierbar ist. Einige der integrierten Teillösungen sind bereits bei Mercedes-Benz in Serie, wie beispielsweise die Benzin-Direkteinspritzung. Andere werden bis zur Umsetzung der Komplettlösung sukzessive in Serienmotoren einfließen.

Aktives PRE-SCAN-Fahrwerk – ein weiterer Meilenstein zur Verbesserung des Komfortverhaltens gleich dem eines „fliegenden Teppichs“

Der wichtigste Anspruch an eine Limousine der Oberklasse ist das entspannte und komfortable Reisen. Ein hoher Fahr- und Federungskomfort trägt hier wesentlich zur Schonung der individuellen Ressourcen von Fahrer und Begleitern bei. Mercedes-Benz ist weltweit führend in Punkto Abroll- und Federungskomfort: Mit der Active Body Control (ABC) bieten die aktuellen Modelle der S-Klasse und der CL-Klasse bereits eine HighEnd Lösung moderner Fahrwerkstechnik.
Das Fahrwerk des F 700 zeigt jetzt die entscheidenden nächsten Schritte in die Zukunft: Das neu entwickelte aktive PRE-SCAN-Fahrwerk verbessert sowohl das sensible Ansprechen auf Fahrbahnunenbenheiten wie auch die aktive Stabilisierung der Karosseriebewegung um eine weitere Stufe.

Die Entwicklung konventioneller, passiver Fahrwerksabstimmungen gleicht stets der Suche nach dem optimalen Kompromiss: Eine sportlich-straffe Abstimmung reduziert die von der Straße verursachten Schwingungen der Räder, ist aber auf Dauer relativ unkomfortabel. Eine allzu weich ausgelegte Federung und Dämpfung dagegen bringen Unruhe in Fahrwerk und Karosserie und damit Nachteile für Fahrstabilität und Fahrdynamik.

Für das Forschungsfahrzeug F 700 haben die Ingenieure bei Mercedes-Benz das System deutlich weiter entwickelt: Die Steuerung erhält von verschiedenen Beschleunigungs-sensoren Informationen über die aktuelle Fahrsituation und vergleicht sie mit den Daten der Drucksensoren in der ABC-Hydraulik und denen der Niveausensoren an den Achslenkern.

Durch den ständig verfügbaren Hydraulikdruck ist dieses aktive Fahrwerk in der Lage, die Karosserie im Bruchteil einer Sekunde zu stabilisieren. Für die höher frequenten Schwingungen und für die Raddämpfung sind konventionelle Federelemente und Dämpfungsdrosseln zuständig. Diese können durch die Kombination mit der Active Body Control-Regelung besonders komfortabel abgestimmt werden und dabei maximale Fahrsicherheit gewährleisten.
Eine weitere Komfortfunktion ist in das aktive Fahrwerk des F 700 integriert: Zum besonders angenehmen Ein- und Aussteigen oder zum Befahren schlechter Straßenabschnitte, die eine höhere Bodenfreiheit erfordern, können die Aktuatoren des ABC-Fahrwerks die Karosserie um bis zu 80 Millimeter anheben.

Die PRE-SCAN-Funktion erweitert das aktive Fahrwerk um einen einzigartigen Informationskanal: Es erlaubt die Anpassung der Steuerungsstrategie an Bodenunebenheiten, die vor dem Fahrzeug liegen. Auch bei diesem Projekt waren die Ingenieure bei Mercedes-Benz von der Natur inspiriert. Wird eine Unebenheit erkannt, berechnet das Auto mit PRE-SCAN schon im Vorfeld die passende Regelungsstrategie und stellt seine Systeme darauf ein.

Die „Augen“ des aktiven PRE-SCAN-Fahrwerks sind zwei LIDAR-Sensoren. LIDAR steht für „Light Detection And Ranging“ und bezeichnet eine dem Radar sehr verwandte Methode zur Entfernungsmessung. Die Sensoren senden gepulste Laserstrahlen im Infrarot-Bereich aus, detektieren das reflektierte Licht und berechnen aus der Laufzeit die Entfernung.

Das Fahrwerk arbeitet mit zwei Informationsquellen: Die Laser-Sensoren liefern Signale über den Verlauf der Straßenoberfläche und die Fahrzeug-Sensorik trägt Informationen über den aktuellen Fahrzustand bei. Daraus errechnet das Steuergerät die beste Strategie zur Überwindung eines Hindernisses. Somit kann das Fahrzeug schon im Vorfeld und individuell für jedes einzelne Rad die Dämpfung der Active Body Control straffer oder weicher stellen und über die aktive Hydraulik das Rad be- oder entlasten.
Reifen mit sehr geringem Rollwiderstand und hohem Einsparpotenzial bei CO2-Emissionen. Mercedes-Benz F 700 fährt auf eigens für das Konzeptfahrzeug entwickelten Reifen von Michelin. Die Pneus im Format 195/55 R 21 zeichnen sich durch niedrigen Rollwiderstand sowie hohen Fahr- und Geräuschkomfort aus. Damit bilden sie die optimale Ergänzung zum fortschrittlichen Antriebs- und Fahrwerkskonzept des Technologieträgers.

Mit der speziell für das Konzeptfahrzeug entwickelten Reifenstudie löst Michelin den Zielkonflikt von niedrigem Rollwiderstand einerseits und kultiviertem Abrollverhalten andererseits. Der große Durchmesser von 21 Zoll sowie die ausgeprägte Flankenhöhe sorgen für optimalen Komfort und ein niedriges Abrollgeräusch. Die Reifenbreite von lediglich 195 Millimetern stellt in Verbindung mit der Lauffläche aus 100 Prozent silicaverstärkter Gummimischung exzellente Leichtlaufeigenschaften sicher: Der Rollwiderstand ist circa 17 Prozent niedriger als bei herkömmlichen Pkw-Reifen, was den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen senkt. Weiterer Effekt des hohen Silica-Anteils: Der Reifen erreicht schnell seine optimale Betriebstemperatur und bietet damit ein hohes Sicherheitsniveau auch auf nasser Fahrbahn.

Oberklasse-Limousinen sind bevorzugt auf langen Strecken unterwegs: Komfort- und Konditionssicherheit für Fahrer und Passagiere sind dabei ihre obersten Aufgaben. Der F 700 schont die Ressourcen seiner Fahrgäste auf vorbildliche Art und Weise: Neben dem großzügigen und variablen Innenraumkonzept und dem völlig neuen Maß an Federungskomfort trägt das innovative Anzeige- und Bedienkonzept erheblich zur entspannten Fortbewegung bei.
Human-Machine-Interface – kurz HMI – ist der Fachbegriff für eine Entwicklungsaufgabe, der sich Mercedes-Benz mit großem Einsatz widmet. Dabei geht es um die bestmögliche Anpassung der Technik an den Menschen und um ein Bedienkonzept, das die Technik leicht, sicher und intuitiv beherrschbar macht. Es soll dem Autofahrer ein Maximum an Informationen und individuellen Einstellmöglichkeiten bei minimaler Ablenkung bieten.

Für den F 700 haben die Techniker von Mercedes-Benz ein völlig neues Anzeigekonzept dargestellt und das bewährte COMMAND-Bedienkonzept und mit einer ganzen Reihe von zukunftsweisenden Innovationen weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem:
Das SERVO-HMI verringert durch den großen Betrachtungsabstand die Augenermüdung.
Spracherkennung mit einem virtuellen Bedienungsassistenten (Avatar) zur erleichterten Steuerung komplexer Funktionen über einen gesprochenen Dialog.

Reduzierte Bedienfunktionen durch verstärkte Automatisierung.
Der Dreh-/Drücksteller mit erweiterter Schiebefunktion.
Das Entertainment-System mit Road-View und räumlichem 3D-Kino.
Dabei basiert dieser innovative Blick in die Zukunft auf dem optimalen Bedienkonzept der Gegenwart: Grundlage der Zukunftsstudie ist das etablierte COMAND-System der aktuellen Modelle der S- und der CL-Klasse.

Einer der wesentlichen Ermüdungsfaktoren auf langen Fahrten ist die so genannte Augen-Akkommodation. Gemeint ist hier die Anpassung der Augen beim häufigen Blickwechsel vom Nah- in den Fernbereich, also vom nahe gelegenen Cockpit-Display zum entfernten Verkehrsgeschehen auf der Straße. Das Auge braucht Muskelkraft für diesen Wechsel der Fokussierebene, gerade bei sehr nahen Objekten.

Als Beitrag zur Konditionssicherheit, haben die Forschungsingenieure für den F 700 das SERVO-HMI entwickelt. Die darauf angezeigten Fahr- und Fahrzeuginformationen erscheinen am unteren Rand der Frontscheibe, sind optisch aber noch ein Stück weiter entfernt. Denn am vordersten Punkt des Fahrzeug-Innenraums sitzt ein Spiegel, das Display selbst ist waagrecht im Cockpit versenkt. Der Betrachtungsabstand addiert sich demnach aus dem Weg vom Display zum Spiegel und vom Spiegel zum Kopf des Fahrers. Die Augen müssen also beim Blick auf die Displays nicht mehr im heute üblichen Maße von Fern- auf Nahsicht umstellen und werden deshalb weitaus weniger beansprucht – ein spürbarer Beitrag zur Fahrsicherheit, der durch wissenschaftliche Studien bestätigt wird.

Assistenzsysteme wie z.B. DISTRONIC PLUS als auch die Bordcomputer- und die Fahrzeugfunktionen werden über das linke Scrollrad im Lenkrad bedient. Dazu haben die Forscher ein sehr einfaches und mit wenigen Schritten zu bedienendes Menü aufgebaut. Besonders konsequent in der Reduktion der Bedienfunktionen waren die Entwickler des F 700 bei den Themen Licht und Scheibenwischer. Beides wird vollautomatisch gesteuert: Perfektionierte Regensensoren und eine ausgeklügelte Fahrlicht-Sensorik machen die konventionellen Schalter für diese Funktionen überflüssig. Ähnliches gilt für die Defrost-Stellung der Klimaautomatik oder die Heckscheibenheizung. Auch hier sind die konventionellen Schalter durch eine sensorgesteuerte Automatik ersetzt.
Gründlich weiterentwickelt und um einen besonders anschaulichen Assistenten erweitert, präsentiert sich das Bediensystem. Anstelle eines eigenen Bildschirms wird dafür das rechte Drittel des sehr breiten SERVO-HMI genutzt. Der Fahrer profitiert damit auch beim Blick auf die Navigationskarte oder auf die Radio-Senderliste von den augenschonenden Vorteilen dieser Display-Technologie.

Das Bediensystem im SERVO-HMI steuert drei Funktionsbereiche: Navigation, Kommunikation/Telefon und Audio/Entertainment. Bedient wird die Einheit über einen Dreh-/Drücksteller auf der Mittelkonsole. Oberstes Ziel der Entwickler war die Reduzierung der Menüebenen und der einzelnen Menüpunkte, ohne dabei Abstriche bei den Funktionen in Kauf zu nehmen. Eine Menüebene wurde durch die zusätzliche Funktion des Stellers eingespart: Um zwischen den drei Hauptbereichen zu wechseln, braucht man nur den Steller vor oder zurück zu schieben.

Für die Auswahl einfacher Funktionen sind klassische Menüpunkte eingerichtet. Für komplexere Eingabevorgänge dagegen gibt es eine innovative Unterstützungsfunktion: den individuellen Eingabeassistenten in Gestalt einer virtuellen Person, in der Computersprache Avatar genannt. Solche Avatare sind aus der Welt des Internets oder von Computerspielen bekannt, als grafische Stellvertreter einer realen Person.

Der Avatar im Bediensystem des F 700 hat die Gestalt einer jungen Frau, je nach Land und Kultur sind aber auch andere Assistenten darstellbar. Die virtuelle Person tritt über einen gesprochenen Dialog in Kontakt mit dem Fahrer. Beim Menüpunkt Navigationsziel beispielsweise fragt sie nach dem Zielwunsch. Der Fahrer nennt Ort und Straße oder aber nur einen Namen aus dem Adressbuch des Systems. Der Avatar bestätigt die Eingabe und die Route wird berechnet. Ähnlich funktioniert die Auswahl eines Gesprächspartners aus dem Telefonbuch oder des gewünschten Radiosenders.

Die Koppelung der Spracherkennung an das Dialogsystem und an einzelne Menüpunkte hat große Vorteile: Da die virtuelle Assistentin die benötigten Informationen eindeutig abfragt, braucht sich der Fahrer keine festgelegten Sprachbefehle zu merken. Umgekehrt klappt die Spracherkennung zuverlässiger, da das System den Kontext der gesprochenen Worte kennt.
Der Umfang an Assistenzfunktionen ist später nahezu unbegrenzt erweiterbar. So könnte der virtuelle Assistent über eine Internet-Verbindung aus dem Fahrzeug auf Online-Datenbanken zugreifen und beispielsweise zu Namen die Adressen und Telefonnummern abfragen, den Terminkalender des Fahrers aktualisieren oder wichtige E-Mails vorlesen. Die Bedienung über den gesprochenen Dialog reduziert die Ablenkung des Fahrers auf das Minimum, denn selbstverständlich hat bei Mercedes-Benz die Fahrsicherheit stets Vorrang.

Klimatisches Wohlbefinden ist ein wesentliches Element des Komfortgefühls an Bord eines Automobils. Eine Klimaautomatik, die unauffällig reguliert und zugfrei arbeitet, ist somit selbstverständlich. Sie wird über einen eigenen Dreh-/Drück- steller auf der Mittelkonsole bedient.

Auch hier gilt die oberste Maßgabe einfacher Abläufe: So erkennt das Bedienelement automatisch, ob es vom Fahrer oder vom Beifahrer bedient wird und aktiviert entsprechend die Klimasteuerung für die linke oder die rechte Seite. Das SERVO-Display zeigt als erste Ebene sofort die aktivierte Temperatur für die jeweilige Fahrzeugseite an, die detaillierten Einstellungen folgen über eine Menüebene. Auch hier wurde die Benutzerführung aus der aktuellen S-Klasse weiterentwickelt.
Die neuartige Benutzererkennung basiert auf hautelektrischer Übertragung: Sobald etwa der Beifahrer den zentralen Dreh-/Drücksteller berührt, schließt sich ein Kontakt zwischen dem Bedienelement und einer Sensormatte im Sitzpolster und schaltet die Steuerung der Klimaanlage für die Beifahrerseite um. Die individuelle Einstellung für die Fondpassagiere geschieht über Bedienelemente in den hinteren Türen.

Das innovative Human-Machine-Interface des F 700 hat trotz der zahlreichen neuartigen Funktionen die Zahl der Bedienelemente im Cockpit auf ein Minimum reduziert – sehr zur Freude der Interieur-Designer. Dieser Purismus bei Mercedes-Benz ist natürlich kein reiner Selbstzweck: Für eine Reihe von Funktionen ist die klassische Betätigung nach wie vor die beste Wahl – für die elektrischen Fensterheber etwa, für die Einsstellungen der Außenspiegel oder auch das Innenlicht. Und der prominent platzierte Taster für die Warnblinkanlage gehört natürlich zu den elementaren Sicherheitsaspekten.

Zum einzigartigen Innenraum- und Sitzkonzept des F 700 gehört ein ebenso einzigartiges Entertainment-System: Wesentliche Bestandteile sind ein Mediaplayer, ein hochwertiges Surround-Soundsystem, Bildschirme in den Kopfstützen – und vor allem ein neuartiger Monitor im 20-Zoll-Format mit dreidimensionaler Bilddarstellung.
Einen beeindruckend realistischen räumlichen Seheindruck liefert dieser Bildschirm – ganz ohne Hilfsmittel, wie die Spezialbrillen, die bei früheren Technologien zur 3D-Darstellung getragen werden mussten. Gegenstände scheinen hier zum Greifen nahe, Personen glaubt man von allen Seiten betrachten zu können, und man hat das Gefühl, selbst Teil der gezeigten Szenen zu sein.
Wie entsteht dieser dreidimensionale Bildeindruck? Die beiden Augen des Menschen sind sechs bis sieben Zentimeter voreinander entfernt und sehen die Welt deshalb aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. Das Gehirn setzt diese Teilbilder zu einem zusammen und wertet die unterschiedlichen Perspektiven bezüglich ihrer Informationen über die Tiefe aus – wir sehen räumlich. Beim Betrachten eines zweidimensionalen Bildes dagegen, etwa auf einen konventionellen TV-Monitor, sehen beide Augen dasselbe Bild und das Gehirn erhält keine Informationen über die Tiefe.

Der 3D-Bildschirm trägt vor seinem LCD-Display eine Schicht aus dreidimensionalen Rippen, die zwei Teilbilder in verschiedenen Winkeln abstrahlen. Dadurch sehen die Augen des Betrachters ein jeweils anderes Bild, das Gehirn kann daraus den gewohnten dreidimensionalen Eindruck bauen. Neun verschiedene Blickpositionen sind möglich, dadurch kann sich der Betrachter sogar vor dem Display bewegen.

Durch den Monitor mit 51 Zentimetern Bildschirmdiagonale und dem Surround-Soundsystem wird der F 700 zu einem beeindruckenden 3D-Kino. Zwar arbeitet das Display mit speziellen Filmen, stellt aber konventionelle 2D-Bilder ebenfalls in hoher Qualität dar.

Ein ganz eigenes Kinovergnügen quasi in Echtzeit liefert die Roadview-Funktion: Zwei Kameras betrachten das umgebende Verkehrsgeschehen. Eine sitzt hinter dem oberen Rand der Frontscheibe und dient primär als Sensor für den Nachtsicht- oder den Spurassistenten, eine zweite ist in der „Finne“ am hinteren Rand des Wagendachs montiert. Die Bilder dieser Kameras können – alternativ zum Entertainment-Programm – auf die 8-Zoll-Monitore in den Kopfstützen gespielt werden. Besonders wenn das Bild in Fahrtrichtung gezeigt wird, erscheinen die Kopfstützen „durchsichtig“ und das Raumgefühl wirkt auf die Fondpassagiere noch großzügiger.

Technische Daten:

F 700 Benzinantrieb

Länge (mm) 5180

Breite (mm) 1960

Höhe (mm) 1438

Radstand (mm) 3450

Schwungmassenklasse (kg) 1700

Reifen 195/50 R21

Hubraum (l) 1,8

Nennleistung DIESOTTO + Elektromotor 175 kW/238 PS + 15 kW/20 PS

Max. Drehmoment 400 Nm

Beschleunigung 0–100 km/h 7,5 sec

Höchstgeschwindigkeit abgeregelt 200 km/h

Verbrauch* 5,3 l/100 km

CO2-Emissionen 127 g/km

Schadstoffeinstufung EU6